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Was ist Sehschwäche?

Céline Roland

22. April 2019

Qu'est-ce que la basse vision ?

Sehschwäche entspricht einem ausreichend großen Sehverlust, der die Aktivitäten des täglichen Lebens einschränkt. Achtung: Es handelt sich nicht um eine vollständige Blindheit. Mindestens 80 % der Betroffenen verfügen über einen Rest "nutzbaren Sehvermögens", der oft durch spezielle Geräte verbessert werden kann.

Sehschwäche kann sich durch eine Beeinträchtigung des zentralen oder des peripheren Sehvermögens äußern. 

1. Das zentrale Sehen 

Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben, bei Präzisionsarbeiten, beim Erkennen von Farben oder beim Wiedererkennen von Gesichtern werden festgestellt. Die Makuladegeneration und die diabetische Retinopathie sind die häufigsten Ursachen. 

2. Das periphere Sehen 

Das Sehen auf den Seiten ist beeinträchtigt. Dies kann zu einem Tunnelblick führen, sodass es schwierig sein kann, sich zu bewegen, ohne gegen Gegenstände zu stoßen. Fortgeschrittenes Glaukom und Retinitis pigmentosa sind Beispiele dafür.

Die Ursachen

Die Ursachen sind vielfältig, doch derzeit wird die Beeinträchtigung des zentralen Sehvermögens vor allem durch die degenerative Erkrankung der Makula dominiert. Diese altersbedingte Makuladegeneration (A.M.D.) entspricht der pathologischen Alterung der Makula der Netzhaut. 

Die wichtigsten Erkrankungen, die zu Sehschwäche führen:

das Glaukom: Es handelt sich um einen erhöhten Druck im Inneren des Augapfels. Dieser erhöhte Druck führt zu einer fortschreitenden Beeinträchtigung des Gesichtsfeldes. Das chronische Glaukom ist eine eher häufige, schmerzlose, oft erbliche Erkrankung, die nur bei einer augenärztlichen Untersuchung entdeckt werden kann. Diese Erkrankung kann zu dauerhafter Erblindung führen, wenn sie nicht behandelt wird. Die Behandlung erfolgt zunächst medikamentös und kann in einem bestimmten Stadium einen chirurgischen Eingriff erfordern. Das akute Glaukom, das seltener ist, ist schmerzhaft. Es handelt sich um einen medizinischen Notfall (verschwommenes Sehen mit Kopfschmerzen, Schmerzen, Übelkeit, …).

die AMD: Altersbedingte Makuladegeneration. Diese Erkrankung ist zur Hauptursache für schlechtes Sehen in den westlichen Ländern geworden und betrifft vor allem Menschen über 65 Jahre. In Frankreich sind 1.250.000 Personen betroffen. Die AMD führt nicht zur Blindheit, beeinträchtigt aber das Detailsehen (zum Beispiel beim Lesen). Sie entwickelt sich hin zu einem Verlust des zentralen Sehvermögens.

die diabetische Retinopathie: Sie ist die häufigste Ursache für Blindheit vor dem 50. Lebensjahr. Die augenärztliche Nachsorge von Diabetikern ist von größter Bedeutung. Die Behandlung, abgesehen vom Diabetes, erfolgt hauptsächlich mit Laser (Photokoagulation). Das Gesichtsfeld ist eingeschränkt und von Flecken gestört.

die Retinitis pigmentosa: Erkrankung, die in Frankreich etwa 30.000 Personen betrifft. In der Mehrheit der Fälle wird die Diagnose zwischen dem 20. Und 40. Lebensjahr gestellt. Diese Netzhauterkrankung ist fortschreitend und führt durch eine unaufhaltsame Einschränkung des Gesichtsfeldes zur Erblindung. Die Lichtempfindlichkeit ist sehr stark ausgeprägt.

der Katarakt (Grauer Star): Verlust der Transparenz der Augenlinse (oder Trübung der Augenlinse), der zu einer Verminderung der Sehschärfe führt. Dies ist eine häufige Erkrankung, die nach dem 60. Oder 65. Lebensjahr auftritt (allmähliche Abnahme der Sehschärfe, Nebel, gelbliche Sicht). Die Behandlung ist ausschließlich chirurgisch.

Die Sehhilfen

Rehabilitationskurse und spezielle Hilfsmittel ermöglichen es sehbehinderten Menschen, anders zu sehen. Weder Normalsichtige noch Blinde – in Frankreich gibt es mehr als 1,5 Millionen Sehbehinderte. Ihre Sehkraft schwankt nach Korrektur zwischen 1 und 4/10. Die Mehrheit der von dieser Behinderung betroffenen Personen ist über 65 Jahre alt. 

Das vorhandene Sehminimum bestmöglich nutzen. Aber auch wenn es schwach ist, ist Sehen noch möglich. Auch wenn es unvollkommen ist, funktioniert es. Eine sehbehinderte Person behält mehr oder weniger ausgeprägte Sehfähigkeiten, die optimiert und gefördert werden müssen. Die Sehrehabilitation bei Sehschwäche ist eine wertvolle Hilfe. Dieses noch von vielen Augenärzten wenig bekannte Konzept ermöglicht es nicht, die Sehfähigkeiten wiederzugewinnen, sondern anders zu sehen. Es lehrt den Einsatz von Kompensationsmitteln.

Sehen ist ein multisensorischer zerebraler Prozess, der alle Sinne anspricht. Und er beschränkt sich nicht nur auf die Funktion des Auges.

Die Rehabilitation erfolgt durch die Förderung des Tast-, Geruchs- und Gehörsinns. Im Rhythmus einiger Sitzungen pro Woche oder in stationärer Behandlung durchläuft die Person ein abwechslungsreiches Programm: orthoptische Rehabilitation (Auge-Hand-Koordination...), ergotherapeutische Rehabilitation (Muskeltonus, Bewegungsbeherrschung), Sicherung bei der Fortbewegung (Erkennen und Umgehen unbeweglicher Hindernisse, Treppensteigen...) und Aktivitäten des täglichen Lebens (Lesen, Spielen...). Diese Rehabilitation gilt für alle Altersgruppen. Unter einer Bedingung: Motivation zeigen. Nur die sehbehinderte Person selbst kann entscheiden, daran teilzunehmen. 

Die unverzichtbaren Sehhilfen. 

Zahlreiche Hilfsmittel tragen ebenfalls dazu bei, sehbehinderten Personen zu helfen. Lupen, das älteste der zur Bildvergrößerung eingesetzten Systeme, sind heute sehr praktisch und für verschiedene Anwendungen geeignet: Hand- oder Standlupen, Brücken- oder Standlupen, Gelenklupen, mit Beleuchtungssystem.

Sie können auch in Brillen integriert werden. Videolesegeräte, die neueren Geräte, ermöglichen das Lesen aller handgeschriebenen Dokumente. Elektronische Vergrößerungsgeräte bestehen aus einer Kamera, einem optischen System und einem Bildschirm. Sie können den Text bis auf das 50-Fache der ursprünglichen Größe vergrößern.

Einige sind tragbar, andere können an einen Computer angeschlossen werden. Es gibt auch Telefone mit großen Tasten; sprechende Uhren, Küchenwaagen oder Personenwaagen; Kartenspiele, Bücher und Zeitungen mit Großdruck usw. 

Schlecht sehen bedeutet nicht, gar nichts zu sehen. Sehschwäche darf kein Hindernis für ein selbstständiges Leben sein.  

Über Céline

Céline Roland

Gründerin